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Ein Ringwurfspiel aus Holz bauen – und danach gleich ausprobieren

Wurfspiel

Ein Ringwurfspiel aus Holz bauen – und danach gleich ausprobieren

Es gibt Kinderprojekte, bei denen das fertige Werkstück anschließend hauptsächlich herumsteht.

Dieses gehört nicht dazu.

Wir bauen ein Ringwurfspiel aus Holz, das nach dem letzten Arbeitsschritt direkt auf den Boden gestellt werden kann.

Dann ein paar Schritte zurück.

Ring nehmen.

Werfen.

Daneben.

Noch einmal.

Treffer.

Und wahrscheinlich dauert das Spielen am Ende länger als das Bauen.

So sieht unser Ringwurfspiel aus

Wir bauen ein einfaches Kreuz aus zwei Holzleisten.

Darauf stehen fünf senkrechte Holzstäbe: einer in der Mitte und jeweils einer an den vier Enden.

Die fertige Konstruktion ist ungefähr:

50 × 50 cm groß.

Die Rundstäbe ragen ungefähr 20 cm nach oben.

Dazu brauchen wir fünf Wurfringe.

Das Schöne an dieser Konstruktion: Sie lässt sich nach dem Spielen relativ einfach verstauen und braucht wesentlich weniger Holz als eine große Grundplatte.

Alter

Etwa ab 6 Jahren gemeinsam mit einem Erwachsenen

Dauer

Etwa 2 Stunden

Schwierigkeit

Einfach


Was brauchen wir?

Für das Spiel benötigen wir:

  • 2 Holzleisten: jeweils etwa 50 × 6 × 2 cm
  • 5 Rundstäbe: etwa 20 cm lang und 20 mm Durchmesser
  • Holzleim
  • einige passende Holzschrauben
  • Schleifpapier, etwa Körnung 120 und 180
  • 5 Wurfringe mit ungefähr 12–15 cm Innendurchmesser

Die Ringe würde ich nicht unnötig kompliziert aus Holz herstellen.

Seilringe sind für Kinder angenehm zu werfen und lassen sich sehr einfach selbst machen oder fertig kaufen.

Welches Werkzeug brauchen wir?

Makita Akku-Stichsäge, Makita Akkubohrschrauber, einen zum Rundstab passenden Holzbohrer, Maßband, Winkel, Bleistift, Schraubzwingen und Schleifpapier.


Schritt 1: Aus zwei Brettern wird ein Kreuz
Wurfspiel aus Bretten

Unsere beiden Holzleisten sind jeweils 50 cm lang.

Zuerst markieren wir bei beiden die Mitte.

50 geteilt durch zwei:

25 cm.

Legt die beiden Bretter probeweise im rechten Winkel übereinander.

Jetzt entsteht bereits die Grundform unseres Spiels.

Das Kind kann mit einem Winkel kontrollieren:

Sind das wirklich ungefähr 90 Grad?

Oder sieht unser Kreuz eher aus wie ein etwas schief geratenes X?

Schritt 2: Die beiden Leisten verbinden

Wir könnten jetzt eine aufwendige Holzverbindung bauen.

Machen wir aber nicht.

Für ein einfaches Kinderprojekt reicht es, die beiden Leisten sauber übereinander auszurichten und miteinander zu verschrauben.

Das Schraubenloch wird vorgebohrt.

Etwas Holzleim zwischen den beiden Leisten kann die Verbindung zusätzlich stabilisieren.

Anschließend prüfen wir, ob unser Kreuz flach und stabil auf dem Boden liegt.

Wackelt es?

Dann suchen wir jetzt nach der Ursache – nicht erst, wenn fünf Stäbe darauf stehen.


Schritt 3: Wo kommen die fünf Stäbe hin?
Wurfspiel bohren

Einer genau in die Mitte.

Die anderen vier kommen an die Enden des Kreuzes.

Aber nicht direkt an die Außenkante.

Dort könnte das Holz beim Bohren leichter ausbrechen.

Wir setzen die äußeren Stäbe deshalb jeweils einige Zentimeter nach innen.

Jetzt können die Kinder sämtliche Positionen selbst markieren.

Und anschließend zählen:

Eins, zwei, drei, vier – und Mitte.

Fünf Trefferziele.


Schritt 4: Jetzt müssen die Löcher gerade werden

Das ist der technisch interessanteste Teil dieses Projekts.

Unsere Rundstäbe sollen später senkrecht stehen.

Wenn wir das Loch deutlich schräg bohren, steht anschließend auch der Stab schräg.

Das funktioniert zwar möglicherweise trotzdem.

Sieht aber seltsam aus.

Das Werkstück wird deshalb sicher fixiert und der Erwachsene setzt den Bohrer möglichst rechtwinklig zur Holzoberfläche an.

Dabei nicht einfach durch das Holz bis in die Werkbank bohren.

Ein Reststück Holz darunter schützt die Arbeitsfläche und kann gleichzeitig helfen, Ausrisse auf der Unterseite zu reduzieren.


Schritt 5: Müssen die Löcher komplett durch das Holz?

Nein.

Schöner ist eine Sackbohrung: Das Loch endet innerhalb des Holzes.

Dann kann der Rundstab von oben eingesetzt werden, ohne unten herauszuschauen.

Dafür müssen wir allerdings wissen, wie tief wir bohren.

Ein einfacher Trick:

Markiere die gewünschte Bohrtiefe mit einem Stück Klebeband am Bohrer.

Sobald die Markierung die Holzoberfläche erreicht, wissen wir, dass wir tief genug sind.

So lernen Kinder nebenbei, dass ein Loch nicht automatisch immer durch ein Werkstück hindurchgehen muss.


Schritt 6: Die Rundstäbe einsetzen

Jetzt schneiden wir unsere fünf Rundstäbe auf ungefähr 20 cm Länge.

Die Schnittkanten werden gründlich geschliffen und die oberen Kanten leicht abgerundet.

Dann kommt der erste Test:

Passt der Stab in das gebohrte Loch?

Er sollte sicher sitzen.

Muss er mit Gewalt hineingeschlagen werden, ist das Loch möglicherweise zu eng.

Wackelt er stark, ist es zu groß.

Wenn alles passt, können die Rundstäbe mit etwas Holzleim eingesetzt werden.


Schritt 7: Das Spiel braucht keine Splitter

Bevor gespielt wird, schleifen wir noch einmal die komplette Konstruktion.

Besonders wichtig sind:

die Enden des Holzkreuzes,

die Oberseiten der Rundstäbe

und sämtliche Schnittkanten.

Kinder werden das Spiel ständig hochheben, herumtragen und nach den Ringen greifen.

Deshalb soll sich jede erreichbare Holzfläche angenehm anfühlen.


Schritt 8: Unsere Wurfringe

Jetzt fehlen nur noch die Ringe.

Eine einfache Variante lässt sich aus einem etwas stärkeren Seil herstellen.

Das Seil wird zu einem Ring verbunden und die Verbindungsstelle sicher fixiert.

Hier ist allerdings wichtig, dass keine scharfen Drahtenden oder andere verletzende Verbindungsteile hervorstehen.

Alternativ verwendet ihr fertige weiche Wurfringe.

Dann können wir endlich testen.


Schritt 9: Brauchen die Stäbe Punkte?

Nicht unbedingt.

Für kleinere Kinder würde ich zunächst überhaupt keine Punkte vergeben.

Jeder Treffer zählt eins.

Später können wir daraus mehr machen.

Der mittlere Stab zählt drei Punkte.

Die äußeren jeweils einen.

Oder jeder Spieler sucht sich vor dem Wurf eine Position aus.

Oder wir stellen das Spiel weiter weg.

Das Interessante ist:

Die Regeln können mit dem Kind mitwachsen.


Warum trifft man aus einem Meter – aber aus zwei Metern plötzlich gar nichts mehr?
Wurfspiel spielen

Probiert es aus.

Markiert auf dem Boden drei Wurflinien.

Zum Beispiel:

1 Meter

1,5 Meter

2 Meter

Jetzt wirft jeder von jeder Linie fünfmal.

Plötzlich wird aus unserem Holzprojekt noch ein kleines Experiment.

Wie stark verändert die Entfernung die Trefferquote?

Ist ein großer Ring tatsächlich einfacher?

Und ist der mittlere Stab schwieriger zu treffen als ein äußerer?

Kinder können ihre eigenen Regeln erfinden.


Was können Kinder selbst machen?

Bei diesem Projekt besonders viel.

Mitte ausmessen.

Bohrstellen markieren.

Rundstäbe zählen und sortieren.

Kanten von Hand schleifen.

Die Konstruktion zusammensetzen.

Und natürlich sämtliche Testwürfe übernehmen.

Die Maschinenarbeiten übernimmt bei jüngeren Kindern wieder der Erwachsene.

Dabei kann das Kind aber beobachten, warum wir diesmal besonders darauf achten, gerade zu bohren.

Beim fertigen Spiel sieht man das Ergebnis nämlich sofort.


Das Spiel wackelt – was haben wir falsch gemacht?

Vielleicht gar nichts Dramatisches.

Legt das Kreuz auf einen möglichst ebenen Boden und schaut, welcher Bereich keinen Kontakt zum Untergrund hat.

Sind beide Holzleisten gerade?

Sitzt eine Schraube oder ein Schraubenkopf auf der Unterseite?

Ist die Verbindung in der Mitte sauber?

Nicht sofort irgendetwas abschneiden.

Erst herausfinden, warum es wackelt.

Das gehört zum Bauen dazu.


Werkzeug für das Kinderprojekt in Wien mieten

Auch für dieses Projekt braucht ihr keine komplett ausgestattete eigene Werkstatt.

Bei Toolbox24 kannst du Werkzeug in Wien mieten und für die Dauer eures Projekts reservieren.

Unsere Mietgeräte können an mehreren Wiener Standorten rund um die Uhr abgeholt und nach dem Projekt wieder zurückgebracht werden.

Und wenn ihr mit dem Ringwurfspiel fertig seid, gibt es inzwischen schon mehrere Projekte für den nächsten gemeinsamen Bautag:

→ Meine erste Werkzeugkiste bauen

→ Eine Murmelbahn aus Holz bauen

→ Ein Holzauto bauen, das wirklich fährt

→ Eine Schatzkiste aus Holz bauen


Häufige Fragen

Wie groß sollte ein Ringwurfspiel für Kinder sein?

Unsere einfache Variante hat eine Grundfläche von ungefähr 50 × 50 cm und fünf etwa 20 cm hohe Rundstäbe. Die Maße können problemlos an vorhandenes Holz und die verwendeten Ringe angepasst werden.

Wie groß sollten die Wurfringe sein?

Für unsere Konstruktion sind Ringe mit ungefähr 12–15 cm Innendurchmesser ein sinnvoller Ausgangspunkt. Größere Ringe erleichtern das Treffen.

Warum sollten die Löcher für die Rundstäbe gerade gebohrt werden?

Die Richtung der Bohrung bestimmt die Position des eingesetzten Rundstabs. Ein deutlich schräges Loch führt deshalb auch zu einem schräg stehenden Zielstab.

Können Kinder beim Bau helfen?

Ja. Messen, markieren, schleifen, zusammenstellen und testen sind gute gemeinsame Arbeitsschritte. Maschinenarbeiten übernimmt bei jüngeren Kindern ein Erwachsener.

Schwierigkeitsgrad

easy

Dauer

4

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